KI-Transformation ist eigentlich das falsche Wort
KI-Transformation ist eigentlich das falsche Wort. Es handelt sich immer um eine Transformation des Unternehmens und KI ist ein Anlass, ein Ermöglicher, ein Beschleuniger.
Transformation beginnt für mich beim Kunden:
- Was ist das Kundenanliegen?
- Was ist der Ende-zu-Ende-Prozess? Vom ersten Anliegen bis zur vollständigen Erfüllung des Anliegens zur Zufriedenheit des Kunden?
Bei den meisten Organisationen gibt es in diesem Ende-zu-Ende-Prozess historisch gewachsene umständliche Schritte, Medienbrüche und zu viele organisatorische Einheiten, die sich mit Übergaben darum kümmern.
Transformation heißt daher auch immer Digitalisierung, Vereinfachung, Verschlankung.
Man braucht nicht nur Kenntnisse über KI, sondern eigentlich ganz viele andere Kenntnisse, wie z. B. was ist die Customer Journey, welches UI/UX brauchen wir, was bedeutet Ende-zu-Ende-Verantwortung, was sind agile Arbeitsweisen, wie arbeitet man mit Hypothesen, was ist Lean und welche modernen Führungsstrukturen benötigen wir.
Erst wenn das geklärt ist, sind Sie in der Lage, schlanke und wirkungsvolle Ende-zu-Ende-Prozesse in Richtung Kunde zu definieren.
Sie brauchen einen Rahmen, einen Nordstern, der Ihnen die Richtung weist.
Danach wählen Sie einen Ablauf, der darauf einzahlt Wert für den Kunden zu erzeugen und gleichzeitig etwas kompliziert geworden ist im Laufe der Jahre.
Es gibt in vielen Unternehmen Abläufe, in denen zwischendurch umständliche manuelle Eingaben gemacht werden müssen oder nur wenige Mitarbeiter wissen, was in welchem Sonderfall zu tun ist. Das sind alles Potenziale, die man nun heben kann.
Oder es gibt zig Führungskräfte, Experten und Gremien, die man alle vorher um Erlaubnis bitten muss, etwas zu ändern. Das ist auch ein Hindernis.
Sobald klar ist, was der erwünschte Outcome eines Prozesses in Richtung Kunde ist, benötigen Sie klare Verantwortlichkeiten. Wer setzt um und entscheidet? Wer unterstützt und hilft? Mit einer starren Organisationsstruktur kommen Sie nicht weit. Sie benötigen Teams mit Entscheidungskompetenz und Führungskräfteteams, die enablen und das System verbessern.
Bei der Umsetzung gehen Sie in kleinen Schritten vor: Was sind die Hypothesen und mit welchen Experimenten können Sie überprüfen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind beim Verbessern des Prozesses und der Nutzung von KI?
Sie benötigen auch Kill-Kriterien: wann klar ist, dass es nichts gebracht hat und man etwas wieder verwirft.
Es ist eine Lernreise. Was Sie mit einem Prozess lernen, wird skaliert auf andere Prozesse. Die Organisation benötigt einen Lernrhythmus.
Dabei muss der Kunde im Mittelpunkt stehen und KI ist lediglich Mittel zum Zweck. An den passenden Stellen wird KI eingesetzt.
In dem Moment, wo Sie so starten, beginnen Sie automatisch eine Transformation, denn Sie denken Ihre Abläufe ganz neu.
Wichtig ist, dass der erste Prozess gleich produktiv sein muss, von Anfang an.
Ebenfalls ist es wichtig, ganz viele Dinge NICHT zu machen. Weglassen. Lean Thinking. Dafür die wichtigen Dinge RICHTIG machen.
Deshalb benötigen Sie meiner Meinung nach einen KI-Berater, der genau diese Stärken hat. KI-Wissen hat man sich schnell angeeignet. Aber die Erfahrung, wie man Unternehmen beim Verschlanken von Abläufen und organisatorischen Strukturen hilft, hat nicht jeder.
Schreiben Sie mir, welche Fragen bleiben bei Ihnen offen nach Lesen dieser Seite?