18. Februar 2026 · 15 min

    End-2-End-Teams und ein Leadership-Team entlang des Value Streams

    LeadershipOrganisationEnd-2-End TeamsAgileTransformation
    von Bianca J. Schulz

    Meine These: Viele Probleme in Software-, Daten- und KI-Teams entstehen, weil das organisatorische System — die Teams, die Abteilungen, die Führungskräfte, die Prozesse — nicht optimal aufgesetzt ist.

    In diesem Artikel stelle ich ein System vor, das nach meiner Erfahrung gut funktioniert. Ich habe es in mehreren Organisationen in der Praxis gesehen. Es war sehr erfolgreich und die Leute mochten es. Es war motivierend und irgendwie auch cool. Es funktioniert auch in großen Konzernen mit viel Komplexität und Legacy. In einem solchen Konzern war ich Teil des Leadership-Teams (wir waren zu dritt) und wir waren für sieben Teams verantwortlich.

    Vieles von dem, was ich gleich beschreibe, ist allgemein bekannt. Manches habe ich selbst entwickelt, manches ist seit Jahren bekannt. Es ist eine Mischung aus beidem. Ich treffe immer wieder Menschen, für die das alles neu ist — daher dieser Artikel.

    Erst denken, dann handeln

    Ich versuche in diesem Artikel Prinzipien darzustellen und zu erklären. Es ist wichtig, die Ideen und Beispiele nicht eins zu eins zu kopieren.

    Jede Organisation ist anders und jede Organisation hat andere Menschen. Und dann sind da der Markt, die Kunden, die Außenwelt, das verfügbare Kapital, Partnerunternehmen, Gewerkschaften, angeschlossene Institutionen, Gesetze, Regulierungen — so viele verschiedene Faktoren, die dich jeden Tag zu Trade-offs zwingen.

    Setze dich mit den Prinzipien auseinander und entscheide von Fall zu Fall konkret, ob und in welchem Umfang du sie anwenden kannst und willst.

    Wenn dich der Artikel inspiriert, das umzusetzen: sprich offen mit deinen Teams darüber, was du umsetzen willst, was du bewusst anders machst und was du bewusst weglässt. Wir sind alle erwachsen. Alle verstehen, dass die Realität unordentlich ist, und niemand wird ein Problem damit haben.

    Volle Transparenz

    Auch wenn du bewusst etwas ablehnst, wird das jeder eher akzeptieren, als wenn du gar nichts dazu sagst.

    Das konnte ich in agilen Transformationen oft beobachten. Wenn eine Führungskraft sagt „wir machen jetzt agil" und dann alles, was agil ist, abgelehnt wird und nur ein Stück Scrum-Theater aufgeführt wird — während dieselbe Führungskraft laut weitererzählt, wie agil sie ist — gibt es drei typische Reaktionen.

    Die meisten Leute denken: Die Führungskraft ist dumm. Sie versteht es nicht. Sie ist zu doof, um zu verstehen, was agil eigentlich ist.

    Andere denken: Die Führungskraft ist hinterhältig. Nach außen behauptet sie etwas, nach innen macht sie genau das Gegenteil.

    Und manche denken: Die Führungskraft ist schwach. Sie will agil sein, traut sich aber nicht, es richtig umzusetzen.

    Wenn die Führungskraft aber sagt: „Hört zu, das geht nicht, weil …" und Gründe nennt, hat niemand ein Problem damit.

    Bauchgefühl ausdrücklich erwünscht

    Es ist auch okay zu sagen, dass dein Bauchgefühl dagegen ist und du noch nicht genau erklären kannst, warum. Das akzeptieren die Leute.

    Das ist reif und weise in meinen Augen.

    Was unreif und gefährlich ist: irgendein Framework inklusive Anbieter zu kaufen und auszurollen, ohne eine eigene Meinung zu haben.

    Genau deswegen bist du Führungskraft. Weil du die Verantwortung trägst und die Leute erwarten, dass du mit schwierigen Situationen umgehst. Hör auf dein Bauchgefühl und finde gemeinsam mit anderen heraus, woher es kommt.

    Meine Erfahrung: Wenn ich ein komisches Gefühl habe, haben mindestens zwei andere Menschen in der Organisation ebenfalls ein komisches Gefühl. Wenn ich etwas nicht verstehe, versteht es mindestens eine andere Person auch nicht.

    Deswegen bin ich großer Fan von Leadership-Teams, die genau diese Themen diskutieren.

    Fiktives Beispiel

    Eine fiktive Schokoladenmanufaktur entwickelt ein neues veganes Rezept. Ein KI-Modell wertet historische Rezepturen, Kundenfeedback und Rohstoffdaten aus und schlägt Zutatenkombinationen vor, die geschmacklich vielversprechend sind. Ein kleines interdisziplinäres Team arbeitet in kurzen Zyklen: Jede Woche wird eine Testcharge produziert, verkostet und bewertet. Ein KI-Agent übernimmt Teile der Beschaffung.

    Das Beispiel ist bewusst etwas an den Haaren herbeigezogen. Man kann sich vorstellen, was gemeint ist, aber es ist unrealistisch genug, um nicht eins zu eins kopiert zu werden. Das ist Absicht. Du sollst wirklich darüber nachdenken, wie dein End-2-End-Team aussieht. Hier ist eine Anleitung.

    Ein End-2-End-Team aufbauen

    Das Team der Schokoladenmanufaktur besteht aus einem Food Product Developer, einer Production Process Engineer, einer Maschinenbedienerin, Procurement / Rohstoffbeschaffung, einem Data Engineer, einem Machine Learning Engineer, einer DevOps Engineer, einer Quality-and-Regulatory-Spezialistin und einer Sensory-and-Consumer-Insights-Spezialistin.

    Es enthält alle Fähigkeiten, die nötig sind, um eine kleine Probe des neuen Rezepts — und die Schokolade selbst — herzustellen. Wenn jemand aus der Schokoladenindustrie das liest und die Hände über dem Kopf zusammenschlägt: Es ist nur ein Beispiel, um zu zeigen, wie cross-funktionale Teams gemacht werden.

    Wie machst du das in deiner Organisation?

    Skizze: Wie man ein cross-funktionales End-2-End-Team baut — vom Kunden bis zur Backend-Infrastruktur, benötigte Skills, Team mit max. 9 Personen

    Stell dir am einen Ende den Kunden vor und am anderen Ende die tiefste Backend-Infrastruktur. Wer in einem großen Konzern arbeitet, kennt es: Dazwischen ist so viel, dass du gar nicht weißt, was das alles ist. Legacy-Zeug, seltsame manuelle Prozesse, irgendwo ein Stück KI, Daten, wer weiß was. Du musst nicht alle Menschen aus allen Abteilungen in dein Team holen. Es reicht, Menschen zu finden, die in der Lage sind, Veränderungen in den umgebenden Systemen anzutreiben.

    Aber es muss die gesamte Kette sein. Warum? Du brauchst diesen Fokus und den Blick aufs Ganze, weil du sonst nie herausfindest, was du kürzen und eliminieren kannst. Überall dort, wo Funktionsteams stehen, gibt es immer zu viel des Guten. Es liegt in der Natur der Sache: Dinge wachsen, Dinge dehnen sich aus — und zwar so lange, bis du sie begrenzt. Du brauchst einen sinnvollen Fokus, und der ist der Kunde.

    Wenn du ein SaaS mit extrem vielen Kunden bist, ist dein Ende jemand, der oder die den Kunden sehr gut kennt oder versteht. Wenn du ein Pharmaunternehmen bist, kann dein Kunde jemand sein, der alle Außendienstmitarbeitenden kennt. Wenn du ein Maschinenbauer bist und deine Daten- und KI-Lösung für die Maschinenwartung eingesetzt wird, kann dein Kunde die Maschinenbedienerin sein.

    Wer dein Kunde ist, musst du selbst herausfinden. Aber sei ambitioniert. Nur die Business-Kollegin als Kunden zu nehmen ist oft zu kurz gedacht. Wen hat die Business-Kollegin als Kunden? Strecke dich und sei ambitioniert, den Weg zum Kunden so lang wie möglich zu machen — aber sei auch realistisch. Fang mit dem an, was du wirklich bald umsetzen kannst.

    Kurze Anmerkung zu zentralen Dingen wie zentralen Datenplattformen oder zentralen Infrastrukturelementen: Es gibt immer einen zentralen Rest, der zentral bleiben muss. Sei also nicht dogmatisch. Es geht mehr um das Prinzip. Sehr reife Organisationen schaffen es, ihre zentralen Funktionen so zu bauen, dass die Teams trotzdem autonom arbeiten können — indem sie gut gekapselt und in Richtung Service-Modell aufgebaut werden. Mehr dazu in einem späteren Artikel.

    Das Team muss klein sein, damit echte, wahre Teamarbeit entsteht. Deshalb müssen mehrere Personen im Team mehrere Skills abdecken — oder die Bereitschaft haben, sie zu lernen.

    Im Team sind keine Manager oder andere General-Manager-Rollen. Sonst werden es zu viele Leute, und niemand soll sich darauf ausruhen, dass der Manager das schon irgendwie regelt.

    Baue ein bunt gemischtes Team. Alle auf Augenhöhe.

    Ein Leadership-Team aufbauen

    Wichtig: Die direkten Vorgesetzten der Teammitglieder halten sich aus der Teamarbeit heraus. Das Team und die Teammitglieder berichten nicht an ihre direkten Vorgesetzten. Sie berichten an den Vorstand, unterstützt von einem Leadership-Team.

    Was ist das Leadership-Team?

    Alle, die normalerweise als Führungskräfte in verschiedenen Funktionen rund um Teams arbeiten, werden neu verteilt.

    Die Personalverantwortung, die direkte Führungskraft — diese Funktion muss maximal unwichtig werden. Diese Person soll auf lange Sicht nur noch für administrative Angelegenheiten zuständig sein. Warum? Es geht darum, Karrierepfade aufzubrechen. Karrierefortschritt heißt nicht mehr, im Org-Chart nach oben zu klettern. Es heißt, mehr Verantwortung und Accountability entlang des Value Streams zu übernehmen.

    Deshalb wird Führung in verschiedene Dimensionen aufgeteilt:

    Tabelle Leadership Dimensions: Business, Budget, Technical, Methodical, Organisational, Foreign Minister, Home Secretary, Direct Supervisors, dazu Governance und Team

    Um Extreme zu verhindern, bekommt jede Person zwei oder mehr Dimensionen.

    Das Leadership-Team trifft sich regelmäßig, um die Ergebnisse des Teams zu besprechen und Governance-Fragen zu klären. Wer nicht da ist, trägt die Entscheidung der Anwesenden mit.

    Strategie in Wirkung bringen

    Das Leadership-Team muss vor dem Start des Teams Vorarbeit leisten. Je gründlicher die Vorbereitung, desto besser das Ergebnis der Teamarbeit. Es muss gründlich durchdacht werden, wie die Strategie in Wirkung kommen kann.

    Nach meiner Erfahrung ist der beste Weg, eine Strategie umzusetzen, dieser: Formuliere Ziele, die kurz und knackig sind, die alle verstehen, die leicht zu merken sind — und nicht zu viele. Fang mit maximal fünf an. Dann definiere für jedes Ziel messbare KPIs.

    Präsentiere es den Teams, hör dir ihr Feedback an, schleife nach, wenn nötig.

    Dann gib dem Team Autonomie, alles, was es braucht, und enge Grenzen.

    Gib dem Team Anerkennung für Leistung und sei konsistent darin, Zusagen einzuhalten — inklusive das Killen von Initiativen, wenn die Ergebnisse zeigen, dass es der falsche Weg war.

    Die Teams werden zu High Performern, und deine Strategie wird problemlos umgesetzt. Menschen lieben Herausforderungen aus denselben Gründen, aus denen sie Leistungssport lieben.

    Enge Grenzen setzen

    Die Erwartung an das Team: Jeden Freitag muss eine Probe der neuen veganen Schokolade zur Verkostung bereit sein. Im Review verkosten eine Testkundin, das Leadership-Team und der Vorstand die Schokolade. Die Schokolade wird gegen die definierten KPIs bewertet. Ebenso werden die anderen KPIs zu Budget, Nachhaltigkeit, Verfügbarkeit der Zutaten, Skalierbarkeit auf Massenproduktion etc. bewertet.

    Anschließend werden Learnings besprochen und ein neuer Plan für die kommende Woche aufgesetzt.

    Das Team hat sechs Wochen Zeit, um ein Rezept zu entwickeln, das die Anforderungen wirklich erfüllt. Wird das nicht erreicht, wird das Thema gekillt und man startet später mit neuen Ideen neu — oder eben nicht. So schützt du Budgets. So stellst du sicher, dass du keine Millionen verbrennst. Setze ein Budget für Lernen. Entscheide, welches Budget du bereit bist zu verbrennen, wenn das einzige Ergebnis Lernen ist. Das ist die Zeit, in der etwas produktionsreif sein muss.

    Sei konsistent. Wenn es nicht funktioniert, ist es vorbei. Alle müssen das von Anfang an wissen. Und dann muss es auch durchgezogen werden.

    Später wieder starten ist erlaubt, aber mit anderen Parametern. Lerne aus den Fehlern.

    Wenn es funktioniert, wird die Produktion in Linie ausgerollt.

    Grenzen: Das Budget für die Zutaten ist eng und darf nicht überschritten werden — auch wenn die Teams darum bitten. Grenzen zu ändern ist nur erlaubt, wenn es wirklich keinen Sinn mehr ergibt, wie sie definiert wurden. Dafür muss das gesamte Team mit dem gesamten Leadership-Team sprechen. Gemeinsam.

    Du siehst: Das Leadership-Team muss ziemlich oft viel Zeit zur Verfügung haben. Aber weil das Team viel mehr Freiheit hat als vorher, fallen viele Führungsaufgaben weg. Deshalb kann das Leadership-Team auch entspannt nichts tun und einfach auf Abruf bereit sein. Es gibt viele Berufe, in denen das normal ist. Ich halte das für sehr wichtig. Du musst sofort einsatzbereit sein, wenn du gebraucht wirst. Ein voll gebuchter Kalender ist keine Option mehr.

    Keine Probe zu liefern ist inakzeptabel. Dem Team muss klar sein, was auf dem Spiel steht. Das Review muss unangenehm für sie sein, wenn sie nichts liefern. Warum? Sie hätten früher etwas sagen können. Man weiß ein paar Tage vorher, dass es ein Problem gibt. Dann hätte man vielleicht noch etwas retten können. Ist das passiert und die Schokolade ist trotzdem ungenießbar, werden im Review gemeinsam die Fehler analysiert.

    Manager mischen sich nicht in die Teamarbeit ein. Das Team löst Konflikte unter sich. Echte Teamarbeit entsteht nur, wenn das Team gemeinsam Höhen und Tiefen durchläuft. Wenn etwas wirklich Schlimmes passiert, meldet sich das Team.

    Anreize neu denken

    Wie ticken Menschen? Eigentlich ist es ganz einfach. Du willst sinnvolle Arbeit, an der du über dich hinauswächst. Du willst Anerkennung, gesehen werden, Teil von etwas Größerem sein, du willst vorankommen und mehr erreichen. Für mich fängt das mit einem Event an, einem Review — aber komplett anders, als du es gewohnt bist.

    Zurück zu unserem Beispiel: Bei den Reviews ist der Vorstand anwesend. Du wirst gesehen. Leistung wird anerkannt. Sobald die Schokolade in Serienproduktion geht, gibt es einen Bonus.

    Mach Reviews hybrid, wo immer möglich. Die Menschen, die vor Ort sein können, sollen es spüren. Wer remote zugeschaltet ist, soll das Review gut mitbekommen.

    Auch das Leadership-Team, das das Team unterstützt, wird gesehen.

    Halte das Review KURZ. Schokolade verkosten, gegen die Kriterien bewerten lassen, Probleme besprechen. Kurz Budget-Compliance und andere wichtige Governance-Themen prüfen. Fertig.

    Die Reviews sollen COOL sein. Alle stehen, außer der Vorstand. Es soll das Gegenteil eines 30-Personen-Workshops mit PowerPoint-Folien sein. Überlege vorher mit ein paar Insidern, was „cool" in deiner Organisation überhaupt bedeutet. Es geht um ein Event. Der Raum muss passen, die Moderation, wie das Team sich präsentiert — all das beeinflusst, ob sich das als Arbeitsweise etabliert oder nicht.

    Es soll sich anfühlen, als würde man etwas verpassen, wenn man nicht hingeht.

    Deshalb: kein Bla-bla, keine Folien. Schokolade verkosten, bewerten, harte Kritik, kein Schönreden, kein Weichspülen.

    Wenn es einen Erfolg zu feiern gibt, kann man danach immer noch eine Party machen.

    Das Review ist offen für alle: Interessierte können als Zuhörer oder Beobachter dabei sein. Das ist wichtig, weil es andere Abteilungen dazu bringt, so etwas auch haben zu wollen. Ich habe das oft erlebt. Wenn das Review richtig cool wird, wenn wirklich extrem beeindruckende Dinge gezeigt werden, von denen NIEMAND in der Organisation gedacht hätte, dass sie in so kurzer Zeit gebaut werden können — dann wollen das alle anderen auch. Das ist der beste Motor für eine Transformation. Erfolg. Und dabei gesehen werden. Und Spaß dabei haben. Und sich wie die beste Version seiner selbst fühlen. Das ist unschlagbar.

    Damit es cool bleibt, müssen Probleme offen und hart besprochen werden. Menschen, die lange im Konzern arbeiten, spüren innerhalb kürzester Zeit, ob etwas fake oder ernst gemeint ist. Wer Veränderung will, muss es ernst meinen. Die Schokolade muss fertig sein. Das Produkt muss in Produktion oder produktionsnah sein. Keine Diskussion, kein Aufweichen der Standards. Das wäre der ultimative Vertrauens- und Motivationskiller.

    Auch das Leadership-Team bekommt Anerkennung vom Vorstand.

    Karriere machen heißt dann: mehr Verantwortung und Accountability in diesen Dimensionen — statt Teamlead, Abteilungsleitung etc.

    Das Auflösen von Teams, die nicht performen, muss transparent und von Anfang an eingepreist sein.

    Ich habe Organisationen erlebt, die das tatsächlich durchziehen. Für die Teammitglieder ist das natürlich trotzdem frustrierend. Aber ich vergleiche es mit der Fußball-WM (ich komme aus Deutschland, hier ist das ein wichtiges Ereignis). Wer die Gruppenphase nicht übersteht, ist raus. Es ist unglaublich frustrierend für die Spieler, wenn sie ausscheiden, starke Männer weinen — aber: Es schmälert die Faszination des Spiels nicht, und es schmälert in keiner Weise den Reiz, teilzunehmen. Ganz im Gegenteil.

    Skizze: Vom hierarchischen Org-Chart zu End-2-End-Teams entlang der Value Streams, mit einem Leadership Circle

    Learning Journey

    Sobald du es mit einem Team geschafft hast, eine gute Lösung in Produktion auszurollen und die KPIs zu erhöhen, bist du bereit, die neue Arbeitsweise auf mehrere Teams zu skalieren. Auch das Leadership-Team wird stabiler und beginnt zu verstehen, wie sich die Organisation verändern müsste. Das Org-Chart wird immer unwichtiger.

    Aber: Organisationen lernen langsam. Es wird eine lange Learning Journey. In diesem Artikel habe ich angefangen, einige Prinzipien und Möglichkeiten vorzustellen. Es ist erst der Anfang, und es ist längst nicht zu Ende. Wir müssen noch lernen, wie man Hypothesen aufsetzt, Experimente definiert, misst und lernt. Wir müssen noch lernen, wie man Lernen in der Organisation orchestriert, wie man eine Kadenz etabliert, wo Work-in-Progress-Limits gebraucht werden, wie man Verschwendung reduziert und vieles mehr.

    Viele weitere Artikel werden folgen.