Lean in der Praxis: Abläufe und organisatorische Strukturen verschlanken
Sie haben bestimmt schon von Lean gehört, wie es in den fünfziger Jahren von Toyota als Lean Production System entwickelt wurde und sich seitdem weiterentwickelt hat zu einer Management-Philosophie mit vielen hilfreichen Praktiken. Wussten Sie auch, dass im Scrum Guide auf Seite 4 steht, dass Scrum auf Lean Thinking beruht?
Wie setzt man das Ganze nun um? Was Sie vielleicht nicht wussten, ist: Das Bestreben war stets, zu einer lernenden Organisation zu werden, die sich stetig selbst verbessert. Ein wichtiger Bestandteil in Lean ist es, eine Art Value Stream zu definieren und Muda, also Verschwendung, zu eliminieren.
Das sind die 8 verschiedenen Arten von Verschwendung:
- Überproduktion – Lösungen, Produkte oder Initiativen entstehen, bevor ein tatsächlicher Bedarf besteht.
- Wartezeiten – Entscheidungen, Freigaben, Informationen oder Ressourcen verzögern die Transformation.
- Überbearbeitung – Prozesse und Abstimmungen sind komplexer als nötig und schaffen keinen zusätzlichen Nutzen.
- Fehler und Nacharbeit – Fehlentscheidungen oder schlechte Umsetzung führen zu Korrekturen und Doppelarbeit.
- Bestände – Zu viele Projekte, Aufgaben, Daten oder ungenutzte Kapazitäten binden Ressourcen.
- Bewegung – Unnötige Meetings, Abstimmungen, Übergaben und organisatorische Wege erschweren die Arbeit.
- Transport – Informationen, Entscheidungen oder Arbeit werden unnötig zwischen Abteilungen und Hierarchieebenen weitergereicht.
- Ungenutztes Potenzial – Wissen, Fähigkeiten, Ideen und Entscheidungskompetenzen der Mitarbeitenden werden nicht ausreichend genutzt.
Lassen Sie uns in diesem Workshop am praktischen Beispiel herausfinden, wie das geht. Wir nehmen einen oder zwei Ende-zu-Ende-Prozesse, die auf einen Wert für den Kunden einzahlen, und betrachten, wo überall verschiedene Arten von Verschwendung passieren und wie man ansetzen könnte, ein System zu bauen, das kontinuierlich selbst lernt, sich zu verbessern.
Am Ende des Workshops haben Sie einen ersten Eindruck erlangt, wie Sie Lean in der Praxis anwenden können. Und das ist die Basis, um KI sinnvoll dort einzusetzen, wo nicht zusätzliche Verschwendung erzeugt wird. Es ist ebenso die Basis, zu erkennen, was noch verbessert werden muss, damit KI funktioniert.
Sie haben es bestimmt schon bemerkt: Eine KI kann nur dann gut arbeiten, wenn die KI versteht, was Sie tun, und die Daten vorhanden sind. Ich würde trotzdem mit Lean beginnen, denn sonst optimieren Sie immer nur einen Teil des Gesamtbildes und betrachten nicht die gesamte Kette — und die Gefahr ist groß, dann doch Dinge zu verschwenden.
Das nehmen Sie mit:
Einen ersten Eindruck, wie Sie Lean in der Praxis anwenden können: an einem oder zwei echten Ende-zu-Ende-Prozessen, mit den Stellen der Verschwendung und einer Idee davon, wie ein System aussieht, das kontinuierlich selbst lernt, sich zu verbessern.
Passende Workshops
Als Vorbereitung:
Ende-zu-Ende-Prozesse identifizieren, mit KI und zum Nutzen des KundenAls Folge-Workshop:
Führungskräfteteams für agiles Arbeiten
Wollen Sie mehr über diesen Workshop erfahren?
Erfahren Sie mehr
Organisatorische Schulden
Definition und Wirkweise organisatorischer Schulden.
Artikel lesen →End-2-End-Teams und ein Leadership-Team entlang des Value Streams
End-2-End-Teams, Leadership-Team neu gedacht, Karrierepfade entlang des Value Streams
Artikel lesen →The Method Maze
Gastartikel in der Practical Data Community von Joe Reis.
Artikel lesen →
